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 Wie hart Eishockey auf über 3800 Meter Höhe sein kann, erfuhr der EV Zug.

«Wir wollten einmal etwas ganz Spezielles machen», beginnt Viktor Borter, der VR-Co-Präsident des EHC Visp, die Erklärung zum vorgestrigen Weltrekordspiel EHC Visp - EV Zug. Zuvor musste ein 18 Meter langes Eisfeld erstellt werden. «Es bedurfte eines recht hohen Aufwands», betont Borter, «wir mussten gar Material mit dem Heli hochfliegen lassen.» Die Mannschaftsvorstellung auf rund 3860 Meter über Meer, in einer Gletscherhöhle und mit etwa 20 Meter Eis über den Köpfen vorzunehmen, sei halt schon spezieller als eine Präsentation, wie sie in der Schweiz bereits tausendmal gemacht worden sei. Wie speziell der Spielort war, unterstrich die Schiedsrichter-Legende Willy Vögtlin, der die Showpartie leitete: «Ich kam richtig ins Schnaufen , selbst die Profis spürten den geringen Sauerstoffgehalt der Luft.»

Die Spielzeit dauerte zehn Minuten, und es standen sich Torhüter und je drei Feldspieler gegenüber. Das 6:6 nach der regulären Spielzeit machte eine Verlängerung notwendig. Es brauchte den 7. Penalty von Fabian Schnyder, um das Spiel zu entscheiden. Doch viel wichtiger als das Resultat seien die Erlebnisse, sagte EVZ-Präsident Roland Staerkle. «Ich hoffe, dass wir die Energie aus Bergen mitnehmen können.»

Hinweis: Turnier in Le Sentier, Vallée de Joux, 1. Spiel: EVZ - Torpedo Nizhny Novogorod, heute 18 Uhr.

Charly Keiser,
NEUE ZUGER ZEITUNG