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Das Spiel endete mit 6:6, wobei der EVZ sich im Penaltyschiessen mit 3:2 und Fabian Schnyder als Siegestorschützen durchsetzte. Die Revanche der Walliser gegen die "Üsserschwiizer" klappte nicht ganz. Doch das Resultat stand ohnehin im Hintergrund, umso wichtiger war das Erlebnis, als Spieler, Schiedsrichter oder Zuschauer dabei gewesen zu sein. Die ehemaligen Schiedsrichter Reto Bertolotti und Willy Vögtlin schnürten nochmals ihre Schlittschuhe. Zum Puckeinwurf kam Miss Romandie Marianne de Cocatrix und als Startblock im Visper Meisterdress von 1962 wurden die Walliser Legenden Aldo Zenhäusern (machte das Anspiel gegen Paul Di Pietro), Gaston Furrer und Walter Salzmann reaktiviert. Dabei brauchte es auch gewisse Überredungskunst. "Ich war seit 1981 nicht mehr auf dem Eis", gestand der frühere WM- und Olympia-Teilnehmer Salzmann, mit 72 Jahren der älteste Spieler auf dem Eis. Und auch für Furrer waren es immerhin 25 Jahre ohne Eishockey. Nach dem ersten Einsatz machten die Visper Legenden daher auch ihren jüngeren Nachfolgern Platz.

Die Mannschaften waren dabei so gut wie vollzählig. Einzig Zugs Patrick Fischer und Patrick Sutter mussten die Partie verletzungshalber von aussen beobachten, wobei Fischer sich wegen einer Zerrung schonte und bald wieder auf dem Eis zu sehen sein wird.

"Es ist mal was anders und ich freue mich, dabei zu sein", sagte der Nationalstürmer Di Pietro vor dem Spiel, "am Anfang spürte ich den Höhenunterschied und mir war ein bisschen schwindlig, nun bin ich aber bereit." Kaum schoss der Alt-Internationale Zenhäusern die Walliser in Führung, war Di Pietro auch für den Ausgleich besorgt. Sieg oder Niederlage, Tor oder Save, waren am Ende aber von geringer Bedeutung. Zu schön war das Erlebnis im ewigen Eis des Gletschers, selbst wenn die raue Eisfläche sowohl das Eislaufen als auch das Passspiel zur Herausforderung machten.

So einen richtigen Heimvorteil hatten die Walliser auf dem Terrain trotzdem nicht. "Höchstens jene, die als Kinder auf Weiher spielten. Oder Damian Bürgin", schmunzelt Beat Heldstab. Bürgin selbst stammt aus Zermatt, wo sein Vater Bürgermeister ist. Er gehörte wie Vertreter von Sponsoren zu den geladenen Gästen, die nach dem Galaspiel unten im Dorf die VIP-Atmosphäre mit den beiden Teams im klassisch gestalteten Hotel Zermatterhof genossen. Auch Petrus spielte mit - einzig bei der Rückfahrt mit den Seilbahnen wurde es etwas ungemütlicher, weshalb man in Schritttempo hinunterfuhr. Früher oder später kamen aber alle heil in den beliebten Urlaubsort zurück. "Der Anlass ist speziell für uns und unsere Partner. Es ist einer, der prägt", so Pico. Entstanden sei sie im Juli 2007 auf einer Terrasse in Zermatt bei einem Gespräch zwischen den beiden Clubs.

Dem Walliser B-Ligisten EHC Visp ist der Anlass und die dadurch nicht ungewollt erweckte Aufmerksamkeit mit Eifer und heimeliger Gastfreundlichkeit durchaus gelungen. Chapeau!

Von Martin Merk