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EHC Visp - Die Teams1. Mannschaft2011/2012 > 02.12.2011: Visp vs. Lausanne

Das war ein Meisterstück

Der amtierende B-Schweizer Meister lebt noch. Und wie: in echter Playoff Manier besiegte der EHC Visp den aktuellen Leader, den HC Lausanne klar und verdient mit 6:3 (2:1, 2:1, 2:1) Toren. Nicht etwa das die Gäste schlecht gespielt hätten, denn beide Teams zauberten ihre Spielstärke auf das Eis und begeisterten die Fans mit einem temporeichen und auf hohem Niveau stehenden Eishockey.

Die Visper verdienten sich den Sieg dank einer kompletten Mannschaftsleistung, die an die letztjährigen Finalspiele erinnerten und den Tatsachen, dass sie dreimal in Powerplay erfolgreich waren und schwierige Momente fast schadlos überstanden. Sie bekamen nämlich 13 Zweiminuten Strafen aufgebrummt, bei Lausanne waren es zehn, und überstanden dank einem enormen Einsatz schwierige Momente und zwar zweimal eine längere doppelte Unterzahl. Hinzu kam, dass Torhüter Matthias Schoder dem Visper Team beim Stande von 4:3 mit seinen Saves den nötigen Rückhalt geben konnte. Das Spiel hielt was es im Vorfeld versprach und aufgekommene Diskussionen nach zwei Heimniederlagen unter kritischen Fans sind derweil vom Tisch gewischt.

Im ersten Drittel wog das Spiel hin und her, Chancen hüben wie drüben, ganz nach dem Gusto der Fans. In der siebten Minute konnten die Visper im Powerplay durch einen Hammer von Beat Heldstab auf Zuspiel von Tomas Dolana und Alain Brunold in Führung gehen. Nur zweieinhalb Minuten später glichen die Lausanner ebenfalls in Überzahl durch Setzinger aus.  Erneut aber waren es die Oberwalliser welche durch Luca Triulzi im Powerplay in Führung gingen. Tomas Dolana und Michel Zeiter hatten die Vorarbeit geleistet. Das Mitteldrittel bracht die Vorentscheidung. Zuerst was es Doppeltorschütze Beat Heldstab, der auf Pass von Alain Brunold und Michel Zeiter in Überzahl ins Tor hämmerte und dann Pierre Mathez, der eine Kombination von Alin Brunold und Sebastian Sutter, der von Kloten kam, sehenswert zur 4:1 Visper Führung abschloss. Dennoch gaben sich die Gäste keineswegs geschlagen. Obwohl vor allem die Brunold Linie die Lausanner Abwehr teils schwindlig spielte blieben die Waadtländer weiterhin gefährlich und zeigten warum sie an der Tabellenspitze sind. So konnten sie noch vor Ende des Mitteldrittels das 4:2 durch Mottet erzielen.

Als dann kurz nach Beginn des Schlussabschnitts den Gästen der Anschlusstreffer zum 4:3 gelang wurde die Partie neu lanciert. Das Aufbäumen der Waadtländer überstanden die Visper aber dank einer starken defensiven Leistung und einem Matthias Schoder mit seinen Glanztaten. Neun Minuten vor Spielschluss war es Luca Triulzi, der im Alleingang losziehen konnte, im ersten Anlauf an Torhüter Caminada scheiterte, aber dank seinem Nachsetzen zum viel umjubelten 5:3 einschoss. Als schliesslich Andy Furrer auf Zuspiel von Dominic Forget und Alain Pasqualino das sechste Visper Tor erzielen konnte, war das Husarenstück gelungen. Eishockey vom Feinsten, Hochspannung über weite Strecken, ein hartes aber faires Spiel, dass die Lausanner durch eine von ihnen angezettelte Schlägerei ihren eigenen Rhythmus brachen, und schlussendlich der hart erarbeitet Heimsieg, das will und bekam das verwöhnte Visper Publikum an diesem Abend serviert.

 Best Player EHC Visp: #37 Beat Heldstab

Fotos vom Spiel