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EHC Visp - Die Teams1. Mannschaft2011/2012 > 15.11.2011: Siders vs. Visp

Platt an die Wand gespielt

Im dritten Walliser Derby kam der EHC Visp gegen den HC Sierre zu seinem dritten Sieg. Die Visper besiegten die Sonnenstädter hoch verdient mit 2:5 (1:1, 1:2, 0:2) Toren. Ein Resultat, welches den Mittelwallisern eher schmeichelt, denn die Oberwalliser dominierten über weite Strecken und spielen die Gastgeber an die Wand. So gesehen war der HC Sierre kein echter Gradmesser nach der Nati-Pause. In dieser Form muss der Kantonsrivale gar um eine Teilnahme an den Playoffs bangen.

Das dritte Walliser Derby wurde bereits in der sechsten Minute mit dem Führungstor der Siderser durch Gay bei einem Visper Ausschluss lanciert. Das Team von Bob Mongrain packte zwar nicht sein bestes Eishockey aus, hielt aber das Tempo hoch und spielte konsequent mit vier Sturmlinien. Der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit. Michael Loichat war es schliesslich, welcher auf Zuspiel von Andy Furrer und Jeffrey Füglister für diesen noch vor Drittelsende verantwortlich zeichnete. Was die Fans im Mitteldrittel zu sehen bekamen war schlichtweg Einbahn Eishockey. Vor dem Siderser Tor herrschten echte Belagerungszustände. Die Visper schnürten den Gegner regelecht ein und spielten phasenweise im Spiel fünf gegen fünf Powerplay. Die Gastgeber bekundeten immer mehr Mühe den Rhythmus der Visper mitzugehen. So gelang Andy Furrer auf Pass von Pierre Mathez der längst verdiente Führungstreffer. Keine zehn Minuten später baute Dominic Forget die Visper Führung auf Pass des Finnen Janne Hauhtonen und Beat Heldstab in Überzahl aus. Trotz der Überlegenheit der Oberwalliser kamen die Gastgeber durch Paterlini entgegen dem Spielverlauf zum Anschlusstor. Das Einbahnhockey nahm auch im Schlussdrittel seinen Fortlauf. Nun trat auch das Visper Trio Triulzi-Brunold-Dolana in Aktion. Zuerst war es Alain Brunold, der auf Pass von Tomas Dolana und Luca Triulzi einschiessen konnte und schliesslich war es der Topscorer Tomas Dolana höchst persönlich, der ein Zuspiel von Jeffrey Füglister und Luca Triulzi zum Endresultat verwerten konnte.

Die Kräfte der Siderser liessen bereits nach dem ersten Drittel merklich nach. So war von beispielsweise von einem Di Pietro kaum mehr etwas zu sehe und der unermüdlich kämpfende Cormier war nur ein Schatten seiner selbst. Wie schwach der HC Siders spielte beweist die Tatsache, dass die Spieler nicht einmal in der Lage waren Emotionen ins Derby zu bringen. Das dritte Derby stand auch unter neuen Vorzeichen. Für den HC Siders stand erstmals Philippe Bozon an der Bande. Auf ihn warte in der nächsten Zeit eine Menge Arbeit. Bei den Visper fehlte Michel Zeiter. Für den verletzten Alexandre Tremblay kam erstmals der Finne Janne Hautonnen zum Einsatz. Dazu nur so viel: nach einer kurzen Anpassungsphase kam er immer besser ins Spiel. Dabei liess er seine Klasse aufblitzen und wusste vor allem mit seinen Pässen, dem Überraschungsmoment und der sicheren Scheibenführung zu überzeugen. So gesehen ist der neue Visper Ausländer bestimmt ein Versprechen für die bevorstehenden Spiele.

HC Siders - EHC Visp 2:5 (1:1; 1:2; 0:2)

Grabenhalle, 3203 Zuschauer
Koch; Brunner, Espinoza

Siders: 1x2
Visp: 1x2

6. Gay (Wirz, Cormier) (5:4) 1:0; 16. Loichat (Furrer, Füglister) 1:1; 23. Furrer (Mathez) 1:2; 32. Forget (Hauhtonen, Heldstab) (5:4) 1:3; 36. Paterlini (Wirz, Dällenbach) 2:3; 47. Brunold (Dolana, Triulzi) 2:4; 52. Dolana ( Füglister, Triulzi) 2:5;

HC Siders: Zerzuben; Snell, Dällenbach, Reber, Cormier, Dayer; Gartmann, Summermatter, Paterlini, Di Pietro, Wirz; Marghitola, Mattioli, Scherwey, Zanetti, Gay; Schaad, Guyenet, Bagnoud, Nendaz, Goi

EHC Visp: Schoder; Heynen, Heldstab, Pasqualino, Forget, Hauhtonen,; Schüpbach, Anthamatten, Dolana, Brunold, Triulzi; Wiedmer, Mettler, Loichat, Füglister, Furrer; Portner, Rüegg, Mathez, Keller, Joss

Bemerkungen: Siders ohne Jinman, Bonnet, Zaugg und Dousse (alle verletzt); Visp ohne Tremblay und Zeiter (beide verletzt)