Die Heimmisere dauert an
Der EHC Visp bleibt vor heimischem Publikum in der Litternahalle wie gehemmt. Vier Niederlagen in den letzten sechs Heimspielen bringt die Heimmisere der Visper deutlich zum Ausdruck. So setzte es auch gegen den HC Ajoie eine 1:3 (0:2, 0:0, 1:1) Heimpleite ab. Dabei gleichen sich die besagten Niederlagen wie ein Ei dem anderen. Die Oberwalliser erarbeiten sich jeweils Chancen am Laufmeter, können diese aber nicht in Tore und damit in Siege ummünzen.
Wie in den verlorenen Heimspielen zuvor gelang es den Vispern in keiner Phase das Spiel an sich zu reissen, das Diktat zu übernehmen. Ausser dem Einsatz der Spieler fehlte es auch an diesem Abend an allen Ecken und Enden. Die Oberwalliser taten sich zwar im Spielaufbau schwer, schufen es dennoch, immer wieder gefährlich vor dem Tor der Jurassier aufzutauchen. Ohne messbaren Erfolge, wie sich zeigen sollte. Die Jurassier zeigen von Anfang ihr gewohnt aggressives und provozierendes Spiel auf das die Visper Prompt hereinfielen. Statt das eigene Spiel aufzuziehen wurde munter mitdiskutiert und das Spielniveau an die mässig auftretenden Ajoulots angepasst.
Zur ersten Grosschance in diesem Spiel kamen die Visper. Alexandre Tremblay sah aber seinen Schuss von der Torumrandung abgewehrt. Als kurz darauf ein Visper auf der Strafbank sass, konnten die Jurassier durch Tschuor in Führung gehen. Die Reaktion der Visper blieb jedoch aus. Nur zweieinhalb Minuten später gingen die Gäste durch Roy sogar mit zwei Toren in Führung. Die Hoffnung das Spiel im Mitteldrittel zu wenden wurde vor dem Gästetor jedoch jäh erstickt. Obwohl die Visper sich Chance und Chance erarbeiten konnten, bleib die Ausbeute mager. Als dann Alexandre Tremblay rund eine Minute vor Drittelsende einen Penalty vergab, versuchten es die Visper im Schlussdrittel mit der Brechstange. All die vergebenen Chancen der Visper im Schlussdrittel aufzuzählen würde zu weit führen. Den brav anstürmenden Vispern fehlte kurzum der Killerinstinkt. Als dann acht Minuten vor Schluss die Gäste durch Hostettler gar mit drei Toren in Führung gehen konnten, war die Entscheidung gefallen. Daran konnte auch die Schlussoffensive, welche viel zu spät eingeleitet wurde, nichts ändern. Das erste Visper Tor siebzig Sekunden vor Spielende von Tomas Dolana auf Pass von Beat Heldstab und Alain Brunold kam nämlich zu spät. Nach dieser erneuten Heimniederlage müssen die Visper über die Bücher. Dabei gilt es vor allem wieder ins eigene Spiel zurückzufinden, die Chancenauswertung Zu optimieren und vor allem den drohenden Heimkomplex abzulegen.
Best Player EHC Visp: #79 Sandro Wiedmer
Fotos vom Spiel












