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EHC Visp - Die Teams1. Mannschaft2011/2012 > 20.09.2011: Siders vs. Visp

Siegesglück dank Schlussspurt!

Der Wille kann Berge versetzen und das Glück erzwingen. So geschehen beim ersten Walliser Derby zwischen dem HC Siders und dem EHC Visp. Obwohl die Sonnenstädter bereits wie der sichere Sieger aussahen, gewannen die Visper das Spiel mit 2:3 (0:0, 2:0, 0:2, 0:1) Toren in der Verlängerung. Dies nachdem das Team zu einem fulminanten Schlussspurt, in dem es grossen Charakter zeigte, angesetzt hatte. Das Spiel hielt, was es versprach: temporeich, kampfbetont und ausgeglichen mit aufgelegten Torchancen auf beiden Seiten. Das zeigte sich vor allem im torlosen Startdrittel, in dem beide Teams dem Führungstor nahe standen. Nach 20 Minuten hätte es gut und gern auch 2:2 stehen können. Dass dem nicht so war, dafür zeichneten die beiden Torhüter verantwortlich. Beide zeigten über die gesamte Spieldistanz eine hervorragende Leistung.

Im zweiten Drittel vermochte sich der HC Siders dank der Cormier-Linie durchzusetzen. Während beim EHC Visp plötzlich Öl im Getriebe war, zeigten die Siderser, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten, gewinnen mussten. In dieser Phase mussten die Visper teils unten durch. Die beiden Tore von Cormier und Wirz waren der verdiente Lohn für den hohen Aufwand. Im Schlussdrittel zeigte sich ein ähnliches Bild. Der EHC Visp kam ganz einfach nicht auf Touren. Nicht dass es etwa am Kampfgeist und der Einstellung gefehlt hätte, sondern es wollte an diesem Abend einfach nichts zusammen passen. Ein Bild, welches sich bis zur 53.Minute bestätigte. Doch dann kam die kaum mehr geglaubte Wende, die vor allem der Brunold-Linie zu verdanken ist, für die Visper. Das erste Tor von Alain Brunold auf Zuspiel von Tomas Dolana und Luca Triulzi, verlieh den Vispern buchstäblich Flügel. 28. Sekunden vor Schluss gelang Luca Triulzi der Ausgleich in Unterzahl. Alain Brunold und Tomas Dolana hatten ihn bedient. Dies obwohl Siders in den letzten Minuten dem dritten Tor sehr nahe stand.

Als in der Verlängerung die Visper über eine Minute in Unterzahl antreten mussten, gaben sich die Fans der Oberwalliser bereits mit einem Punkt zufrieden. Doch Teufelskerl Luca Triulzi schuf das schier Unglaubliche. Der trickreiche und schnelle Stürmer schoss das kaum mehr erwartete Siegestor für die Visper.