Der Respekt war zu gross
Der HC Lausanne scheint in diesem Jahr für die Visper ganz einfach zu stark zu sein. Auch im dritten Auswärtsspiel gegen die Ligafavoriten hatten die Oberwalliser keine Chance und mussten ohne Punkte vom Genfersee zurückkehren. Die Visper zeigten zu viel Respekt, mussten sich über weite Strecken dominieren lassen und verloren schliesslich klar mit 7:3 (2:0, 3:2, 2:1) Toren.
Zumindest optisch begann die Partei ausgeglichen. Beide Teams besannen sich auf Abwarten und versuchten sich leise an den Gegner heranzutasten. Dabei ging es vor allem Fehler zu vermeiden und so dem Gegner Chancen zu gewähren. Das dauerte über zehn Minuten. Doch dann wuchs der Druck der Gastgeber dermassen, dass sich die Visper schwer taten aus der eigenen Zone herauszuspielen. So ermöglichte ein individueller Fehler im eigenen Drittel den Lausannern das Führungstor durch Fischer. Die Gastgeber spielen weiter forsch und hart auf den Körper, eine Spielweise, welche die Visper verunsicherten.
Als dann Luca Triulzi von Tim Bucher, er kassierte dafür eine Matchstrafe, niedergestreckt wurde, war es um die Visper geschehen. Zum einen vermochten sie die 5 Minuten Strafe nicht zu nutzen und zum andern liesse sie sich durch die Gangart der Gastgeber einschüchtern. Es kam noch schlechter: ein Strafe der Visper brachte dies Oberwalliser um ihren Vorteil. Leeger nutzt dies zur 2:0 Führung für die Waadtländer.
Obwohl Jeffrey Füglister kurz nach Beginn des zweiten Drittels auf Pass von Alain Brunold und Michel Zeiter in Überzahl der Anschlusstreffer gelang, erholten sich die Visper nicht. Sie nahmen die Zweikämpfe nicht an und wurden durch die Spielweise der Lausanner weiter verunsichert. So mussten sie in knapp zwei Minuten drei Gegentore kassieren. Die Entscheidung wie sich zeigen sollten. Stalder, Augsburger und Helfenstein waren dafür besorgt. Von diesem Schock erholte sich das Team von Bob Mongrain nicht mehr. Dies obwohl Dominic Forget auf Pass von Alexandre Tremblay mit dem zweiten Visper Tor noch einmal eine leise Hoffnung erwecken liess. Noch vor Drittelende besiegelte aber Chaivallaz mit dem 6:2 für die Gastgeber das Schicksal des Meisters. Damit war das Spiel definitiv gelaufen.
Da wurde im letzten Drittel deutlich. Die Visper waren zu gehemmt und die Lausanner taten das was nötig war. Zwar erzielte Dominic Forget auf Pass von Alexandre sein zweites Tor des Abends. Mehr lag kurzum nicht mehr drin. Im Gegenteil: Setzinger stellte nur dreieinhalb Minuten später den alten Torabstand wieder her. Für den EHC Visp gilt es nun, dieses Spiel so schnell wie möglich zu vergessen und sich auf die bevorstehenden Aufgaben zu konzentrieren. Dabei gehts es vor allem darum, den dritten Platz der Qualifikation doch noch erreichen zu können. Nur so können sie einem möglichen Halbfinal gegen den HC Lausanne entgehen.
Best Player EHC Visp: Capitan #61 Dominic Forget
Fotos vom Spiel












