Niederlage nach Blitzstart
Was nach 37 Sekunden für die Visper ausgezeichnet aussah, nahm dennoch ein schlechtes Ende für die Visper. Zu diesem Zeitpunkt führten die Oberwalliser bereits mit zwei Toren. Doch der HC Lausanne reagierte, und wie. In einer packenden und hart geführten Partie konnten die Waadtländer das Blatt noch zu ihren Gunsten wenden. Der EHC Visp verlor das Spiel, welches einen echten Vorgeschmack auf die Playoffs darstellte, mit 6:3 (2.2, 3:0, 1:1) Toren. Den Vispern gelang in Lausanne ein Blitzstart. Was war passiert? Bereits nach 16 Sekunden zappelte der Puck im Tor der Gastgeber und nach 37 Sekunden hiess es bereits 2:0 für die Oberwalliser. Zuerst hatte Beat Heldstab getroffen und nachher schloss Alexandre Tremblay auf Zuspiel von Marc Rüegg ab. Der Lausanne Trainer hatte keine andere Wahl, als ein frühes Time-out zu nehmen. Die Reaktion des Leaders folgte prompt. Dies bestand nicht nur in Form eines Körper betonten Spiels mit zahlreichen Provokationen sondern auch des Anschluss- und Ausgleichstreffers der Lausanner. Zuerst hatte Genoway und dann Conz für den Tabellenersten getroffen.
Die Visper ihrerseits liessen von der frühen Führung blenden, vergassen ihr Spiel und liessen zu viel auf die Gangart der Gastgeber ein. Bedenklich, dass die Schlägereien am Ende des Startdrittels für die Visper den Untergang einleitenden. Unverständlicher Weise hatte der Ref mit ungleichen Ellen gemessen und Strafen zu Ungunsten der Visper verteilt. Diese Tatsache sollte sich im Mitteldrittel negativ für die Oberwalliser auswirken. Sie kassierten nämlich drei Gegentore, womit die Niederlage besiegelt war. Zuerst war es Setzinger, der bei einem Visper Ausschluss die Lausanner kurz nach Beginn des Mittelabschnittes in Führung schoss und zehn Minuten später baute der HC Lausanne die Führung durch Helfenstein aus. Bei beiden Toren mussten die Visper in Unterzahl spielen. Und es sollte noch schlimmer kommen. Nach dem 4:2 Für die Gastgeber verstrich nämlich keine Minute, ehe sie auf durch Genoway auf 5: davon ziehen konnten und damit die Spielentscheidung herbeiführten.
Im Schlussdrittel konnten sich die Visper etwas erholen, doch zu einer Aufholjagd konnten sie nicht mehr ansetzten. Zu stark spielen die Waadtländer an diesem Abend auf. Was folgte war nämlich eine weiteres Tor der Gastgeber durch Antonietti. Dass Tomas Dolana auf Pass von Luca Triulzi drei Minuten vor Schluss in Überzahl das dritte Visper Tor erzielte und damit das Schlussdrittel unentschieden gestaltet werden konnte, mag ein kleines aber nichts einbringendes Trostpflaster sein. Ohne die Leistung der Lausanner zu schmälern, hat aber auch das Schiedsrichtertrio zur Visper Niederalge beigetragen. Viele Entscheide, zu viele, waren zu undurchsichtig und zu Ungunsten des EHC Visp ausgefallen. Mit diesem Sieg konnte der HC Lausanne seinen Vorsprung auf Meister Visp, der wieder auf den dritten Platz abrutschte auf stolze 12 Punkte ausbauen.












