Traum zerrann in 33 Sekunden
Der EHC Visp hatte sich gegen den HC la Chaux-de-Fonds sehr viel vorgenommen. Mit einem Auswärtssieg hätten die Visper den dritten Platz nämlich festigen können. Doch es kam anders: Die Visper Defensive war dem Tempo und Druck der Gastgeber im ersten Drittel in keiner Phase gewachsen. In der 18 Minute besiegelten die Neuenburger das Schicksal der Visper mit drei Toren in 33 Sekunden. Aufgrund der 6:3 (5:1, 1:1, 0:1) Niederlage müssen die Visper den angestrebten dritten Qualifikationsrang wohl oder übel vergessen. Der EHC Visp musste im Neuenburger Jura stark geschwächt antreten, neben den verletzten Alexandre Tremblay, Philipp Portner und Sandro Joss fehlte auch Silvan Anthamatten. Trainer Bob Mongrain standen nur noch 16 Spieler zur Verfügung.
Die Gastgeber schlugen ein forsches Tempo, dem die Visper fast in keiner Phase des ersten Drittel gewachsen waren, an. Die Visper gerieten bereits in der 3. Minute in Rückstand. Fuchs liess die Verteidigung alt aussehen und tanzte zum Führungstreffer. Die Visper ihrerseits tauchten selten vor dem Tor der Gastgeber auf. Doch als Andy Furrer allein vor Ciaccio nicht verwerten konnte, gingen die Neuenburger durch Moser, der sich seitwärts bis zu Torhüter Matthias Schoder durchkämpfte, mit 2:0 in Führung. Luca Triulzi erzielt auf Pass von Forget den Anschlusstreffer, so dass die Visper noch einmal Hoffnung schöpfen konnten. Und es sollte noch schlimmer kommen. Die Visper wurden mehr und mehr eingeschnürt, griffen den Gegner zu wenig konsequent an und standen im Slot zu weit weg von Gegenspielern. So mussten sie innert 33 Sekunden drei Tore kassieren, wobei zwischenzeitlich Bob Mongrain noch eine Auszeit verlangte. Der entnervte Visper Torhüter, den an den Toren keine direkte Schuld traf, machte dem jungen Robin Kuonen Platz. Mit dem 5:1 für die Gastgeber war die Partie bereits nach dem ersten Drittel gelaufen. Aus der Traum also vom Sieg und vor allem vom dritten Platz in der Tabelle.
Im Mitteldrittel kehrte Matthias Schoder wieder zurück ins Tor der überforderten Visper. Als dann Dominic Forget auf Zuspiel von Pasqualino das zweite Visper Tor erzielen konnte, schienen die Oberwalliser wieder ins Spiel zu kommen, zumal Matthias Schoder mit einigen Grosstaten sein Mannschaft vor einem noch grösseren Rückstand bewahrte. Das sechste Tor der Gastgeber durch Erb machte jedoch die leisen Hoffnungen der Visper zu Nichte. Das Schlussdrittel konnte der Meister mit einem Tor von Michaël Loichat für sich entscheiden. Ein schwacher Trost, denn die Neuenburger hatten einen Gang zurückgeschaltet und verwalteten den Vorsprung. Die Visper ihrerseits waren kaum in der Lage das Blatt noch zu wenden. Das Team von Bob Mongrain muss diesen rabenschwarzen Abend so rasch als möglich vergessen und sich mit Blick auf die bevorstehenden Playoffs auf die letzten drei Partien in der Qualifikation konzentrieren.












