Die Playoff-Form ist noch weit weg

Der EHC Visp war nicht in der Lage, gegen den EHC Basel die budgetierten Punkte im Kampf um das Playoff-Heimrecht einzufahren.

Das erste Drittel war aus Visper Sicht noch ansehnlich. Man erspielte sich Chancen und hatte das Spieldiktat klar auf seiner Seite. Trotz vielen Torschüssen (17:6) konnte man bis zum Drittelsende nur ein Tor vorlegen. Verantwortlich für den Treffer war Jake Virtanen durch einen satten Schuss ins hohe Eck. Im zweiten Drittel waren nur gerade drei Minuten gespielt, als die Gäste durch den ehemaligen Visper Brügger zum 1:1 ausgleichen konnten. Das Tor fällt aus Sicht der Visper eher in die Kategorie «dreckige Tore», aber das war den Baslern sichtlich egal. Der Treffer hat diesen Auftrieb gegeben und dem Heimteam den Schneid abgekauft. Als der EHC Basel innert weniger als zwei Minuten zwei weitere Tore erzielte, war es um die Herrlichkeit der Visper geschehen. Obschon Riatsch durch eine schöne Einzelleistung noch den zweiten Treffer erzielte, war im Visper Spiel kein System mehr erkennbar. Man lief zwar viel, aber oft vergebens. Individuelle Fehler haben immer wieder zu gefährlichen Szenen vor Reto Lory geführt. Vier Sekunden vor dem Ende der zweiten zwanzig Spielminuten konnten die Basler eine Unaufmerksamkeit in der Visper Hintermannschaft ausnützen und den Schlussstand markieren.

Im letzten Drittel hat Trainer Marco Schüpbach die Linien umgestellt. Mit Ausnahme von zwei Metallschüssen durch Riatsch und Scheel war man aber nicht gefährlich und nie nahe daran, das Spiel nochmals zu drehen. So ging für die Visper ein enttäuschender Abend zu Ende. Der berühmte erhoffte Ruck durch die Mannschaft ist auch zwei Wochen vor Playoff-Beginn noch nicht gegangen. Auch wenn man fast doppelt so oft auf das Tor geschossen 49:28) hat als der Gegner, muss man konstatieren, dass die Schüsse grösstenteils nicht gefährlich waren.

Tore: Virtanen, Riatsch
Best Player: Riatsch

Bericht: Reto Werlen

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