Das Warten hat bald ein Ende! Saisonstart in

Die Playoff-Heimserie ist gerissen

Eine hartumkämpfte Partie ging mit 1:4 zu Ende. Der EHC Visp musste also bereits im ersten Halbfinalspiel ein Break zulassen.

Die gut 3500 Zuschauer bekamen von Beginn an eine schnelle und teilweise auch packende Partie zu sehen. Auffallend war im ersten Drittel, dass die Gäste immer wieder relativ einfach ins Visper Drittel eindringen konnten. Aber ansonsten war die Partie ausgeglichen. In der 11. Spielminute liessen die Visper Andersons im Slot zuviel Raum, dieser bedankte sich mit der 0:1 Führung. Der EHC Visp war auch in der Folge nicht in der Lage den Gegner vor dessen Tor in grosse Bedrängnis zu bringen. In der 14. Minute zeigte Markkanen zum ersten Mal seine ganze Klasse, in dem er innert weniger Sekunden zwei brandgefährliche Schüsse abwehrte. Da keine weiteren Tore fielen, gingen die Gäste mit der knappen Führung in die Pause. Auch wenn die Spielanteilerelativ gleichmässig verteilt waren, muss man sagen, dass die Neuenburger die gefährlicheren Chancen zu verzeichnen hatten.

Am Auf und Ab änderte sich auch im Mitteldrittel wenig. Einziger Unterschied war, dass die Eigenfehler abnahmen und der EHC Visp mit zunehmender Spieldauer Oberwasser bekommen hat. So war es nicht von ungefähr, dass Brodecki drei Minuten vor der zweiten Pause den Ausglich markierte. Für den letzten Spielabschnitt war also Spannung angesagt. Der offene Schlagabtausch ging weiter und beide Teams waren nahe an der Führung. Zur Mitte des Schlussdrittels waren es die Gäste, welche einen schnell vorgetragenen Angriff erfolgreich abschliessen konnten. Dabei liess sich die Visper Verteidigung mit einem Pass schachmatt setzen. Die Visper waren in der Folge bemüht den Ausgleich zu erzielen. Aber die offensive Kreativität und die Durchschlagskraft fehlten. Die Absenzen von Sandro Forrer und Joel Marchon waren spürbar. Als Luca Gianinazzi Torhüter Markkanen durch einen sechsten Feldspieler ersetzte und noch einmal alles auf eine Karte setzte, konnten die Gäste den Puck erobern und zum Entscheidungsschlag ansetzen. Der vierte Treffer – ebenfalls ins leere Tor – war nur noch Makulatur.

Der EHC Visp kann bereits am Sonntag in La Chaux-de-Fonds zeigen, dass man ebenbürtig ist und die Serie ausgleichen. Vielleicht kann die Rückkehr vom Qualifikationstopskorer Sandro Forrer in der Offensive einiges bewegen. Auf alle Fälle wird es sicherlich eine enge Serie zwischen zwei Teams auf Augenhöhe.

Tor: Adam Brodecki
Best Player: Oliver Heinen

Bilder: Astrid Schaffner & Logan Boss
Bericht: Reto Werlen

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