Zuerst Saures – dann Süsses
Die jungen wilden Löwen aus Zürich stellten sich vor knapp 2400 Zuschauern als der erwartet zähe Gegner dar. Letztendlich konnte sich der EHC Visp dennoch verdient mit 4:0 durchsetzen.
Im Stardrittel lief beim EHC Visp wenig bis gar nichts zusammen. Offensivaktionen waren Mangelware und der Spielaufbau war gespickt mit Ungenauigkeiten. Ganz anders der Gegner, der zu zahlreichen guten Torchancen kam. Aber Torhüter Birchler, der für einmal den Vorzug vor Markkanen bekam, hat seine Sache gut gemacht. Zweimal wäre er fast geschlagen gewesen, die Scheibe flog jedoch an die Torumrandung. So ging ein äusserst schwaches Drittel torlos zu Ende.
Ins Mitteldrittel sind die Einheimischen wie verwandelt gestartet. So konnte man in den ersten zwei Spielminuten mehr Schüsse aufs Tor verzeichnen als im ganzen Startdrittel. Der EHC Visp war nun also auch im Spiel. War man im ersten Drittel noch mit Verteidigen beschäftigt, verlagerte sich das Geschehen nun in die Visper Offensivzone. Der Gegner kam eigentlich nur noch zu Torchancen, wenn sich in der Visper Verteidigung Konzentrationsmängel eingeschlichen haben. Kurz nach Spielmitte kassierten die Gäste die erste Strafe der Partie. Das Powerplay sah wohl gefällig aus, aber resultiert hat vorerst nichts. Erst gegen Ende der Strafe traf Jordan Gähler doch noch zur zu diesem Zeitpunkt verdienten Führung. Am Spielgeschehen änderte sich in der Folge wenig. Chancen waren da, aber die Treffsicherheit der Stürmer liess zu wünschen übrig. In der 39. Spielminute war es dann soweit. Ryser traf zum 2:0. Der Schuss war jedoch derart scharf und genau abgegeben, dass das Schiedsrichterduo erst nach Videokonsultation auf Tor entschied. Das war denn auch der Pausenstand.
Im gleichen Stil ging es im Schlussdrittel weiter. Der EHC Visp wollte den Spielstand ausbauen, was Nico Lehmann bereits in der zweiten Minute gelang. Die GCK Lions liessen zwar nichts unversucht nochmals zurück ins Spiel zu finden. Aber der Vorsprung der Visper und deren Routine waren dann doch eine zu hohe Hürde für die Gäste. Rund neuen Minuten vor Spielende dann die definitive Entscheidung. Nico Lehmann konnte mit seinem zweiten Tor am heutigen Abend die zweite Überzahlsituation ausnützen.
Insgesamt konnte der EHC Visp einen weiteren, wenn auch nicht glänzenden, Heimsieg einfahren. Und auch mit Birchler Im Tor zeigte sich wer statistisch gesehen die beste Defensive vorweisen kann.
Tore: 2x Nico Lehmann, Jordan Gähler, Vincent Ryser
Best Player: Jordan Gähler
Bilder: Marc Mutzner
Bericht: Reto Werlen
