Ein rangmässiges Auf und Ab
Ein rangmässiges Auf und Ab
Vor dem Spiel waren je nach Spielausgängen die Ränge 2-6 möglich. Bis gut eine Minute vor Spielende war man auf dem zweiten Schlussrang, ehe man noch zwei Ränge nach unten gerutscht ist. Der Sieg des HC Siders in Basel hat die Visper dann wiederum auf den dritten Rang gehoben. Diese Spielerei zeigt wie eng die Mannschaften beieinander sind – mit Ausnahme des HC Siders.
Der EHC Visp wollte sich gegen die GCK Lions nicht auf Rechenspiele einlassen, sondern das Resultat auf dem Eis liefern. So nahm man das Spieldiktat sofort in die Hand. Im Startdrittel hatten die Gäste wenig bis gar nichts zu bestellen. 15:0 Schussstatistik sagt alles. Wobei man sagen muss, dass die Visper zwar aufs Tor schossen, aber diese Schüsse nicht immer gefährlich waren. Neben der mickrigen Torausbeute gab auch das Powerplay zu denken. Insgesamt konnte man während fast sechs Minuten in Überzahl spielen. Da war man aber zu wenig ideenreich und zu wenig konsequent. So ging man torlos in die Pause.
Nach 25 Minuten war es so weit. Die Gäste schossen zum ersten Mal auf das Visper Tor! Dieser Schuss war für Markkanen kein Problem, aber nur eine Zeigerumdrehung später hatte er Glück, dass der Gegner lediglich den Pfosten traf. Die Visper hatten auch im zweiten Drittel mehr vom Spiel, aber dieses war viel ausgeglichener als das Startdrittel. Als Sandro Forrer zur 1:0 Führung traf, dachte man dies sei der sogenannte Dosenöffner. Die Junglöwen liessen sich jedoch nicht abschütteln und kamen noch vor der Pause zum Ausgleich.
So war auch im Schlussdrittel noch alles offen. An der Konstellation des Spiels änderte sich wenig, es waren aber die Gäste, welche in Führung gehen konnten. Die Visper reagierten vehement und konnten durch Tore von Schild und Lehmann in Führung gehen. Der EHC Visp war neu auf dem zweiten Tabellenrang und die Welt somit in Ordnung. Keiner hätte zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass die Gäste das Ruder nochmals herumreissen können. 1:22 vor Schluss war dies aber der Fall. So ging es in die Verlängerung. Dort war es Oliver Heinen, der zum zweiten Mal in dieser Saison für die Visper eine Overtime entscheiden konnte.
Bereits am Dienstag geht es in der Lonza – Arena weiter gegen den EHC Basel. Ein Team, das in den letzten Wochen immer stärker wurde und sich Rang für Rang nach oben gearbeitet hat. Ein Team, das gegen den EHC Visp nach der letztjährigen Finalniederlage noch eine Rechnung offen hat. Auf der andern Seite kann man beruhigt feststellen, dass der EHC Visp eine solide Qualifikation abgeliefert hat und weiss wie man Playoffserien für sich entscheiden kann. Man kann auch gespannt sein ob der neue Söldner Thomas Olsen bereits am Dienstag zum Einsatz kommen wird. Aufgrund der diskreten Leistung von Nilsson und Brodecki ein absolut realistisches Szenario. Noch offen ist die Zukunft der B-Lizenzen Meile und Schild. Bei Nick Meile sieht es tendenziell wohl eher nach Lugano aus, bei Thierry Schild ist zu hoffen, dass er aufgrund der Verletzung von Benjamin Baumgartner nicht zurück beordert wird. Das wäre ein herber Verlust.
Tore: Sandro Forrer, Thierry Schild und Nico Lehmann
Best Player: Thierry Schild
Bilder: Astrid Schaffner
Bericht: Reto Werlen