Hart umkämpft bis zum Schluss
Hart umkämpft bis zum Schluss
Zu Beginn war es lediglich ein Abtasten zwischen diesen beiden Teams. Der Spielfluss war noch nicht da. Vielleicht war daran auch die zehntägige Pause schuld. In der sechsten Spielminute kamen die Gäste durch Weber zur ersten richtigen Torchance. Es war schon fast ein Kunststück, dass er den Puck nicht im Visper Tor unterbringen konnte. Im Anschluss präsentierte sich dem EHC Visp die Chance in Führung zu gehen. Während praktisch zwei Minuten konnte man in doppelter Überzahl agieren. Aber fehlende Ideen und Unvermögen führten dazu, dass man nicht reüssieren konnte. Das Spiel war auch in der Folge relativ ausgeglichen. Die beste Chance hatte Oltens Asselin als er alleine auf Markkanen ziehen konnte. Dieser zeigte aber nicht nur in dieser Szene, dass er zu den besten seines Fachs in dieser Liga gehört. So sahen die 3221 Zuschauer im ersten Drittel keine Tore.
Die Visper starteten besser und zielstrebiger ins Mitteldrittel. Hier drückten sie dem Spiel den Stempel auf. Und so war es Thierry Schild, die Leihgabe vom SC Bern, welcher den ersten Treffen für die Visper markierte. Der Druck der Visper hielt an. Aber zu mehr als zu einem Pfostenschuss durch Schwenninger kam es vorläufig nicht. Dann folgten die fatalen 38 Sekunden für das Heimteam. Die Oltner machten es nämlich in der doppelten Überzahl besser und markierte zwei Treffer. Der EHC Visp war in der Folge bemüht das Spiel wieder an sich zu reissen und auszugleichen. Es blieb aber bei den Bemühungen. Der Gegner war ebenbürtig.
So ging es mit einem Rückstand ins Schlussdrittel, in welchem Luca Gianinazzi die ersten beiden Formationen umstellte und der Linie um Ritz weniger Eiszeit gewährte. Dadurch erhoffte er sich neue Impulse und sicherlich auch Tore. Der EHC Visp hatte mehr vom Spiel, musste sich aber immer wieder gegen gefährliche Gäste Konter wehren. Zur Mitte des Schlussdrittels konnten die Platzherren in Überzahl spielen. Die Ausführung des Powerplays lohnt sich aber nicht näher zu beschreiben. Dafür aber die darauffolgenden Minuten. Denn kurz nach Ablauf der Strafe war es Lehmann, der eine schöne Vorlage von Marchon verwerten konnte. Die Freude währte aber nur kurz. Keine Zeigerumdrehung später gingen die Gäste wieder in Führung. Praktisch Gegenzug war Fuss schon wieder für den Ausgleich besorgt. Innert 54 Sekunden fielen damit drei Tore. Als die Visper zum ersten mal eine Überzahlsituation ausnützten (Sandro Forrer), hat sich das Spiel endgültig gedreht. Gegen Ende des Spiels kam nochmals Hektik auf, woran die Unparteiischen nicht ganz unschuldig waren. In der letzten Minute machte Burgener mit dem Schuss ins leere Tor den Sack zu.
Mit diesem Sieg konnte der EHC Visp den Abstand zu einem direkten Konkurrenten um den vierten Platz vergrössern. Bereits am Donnerstag geht es auswärts gegen den HC Thurgau weiter.
Tore: Thierry Schild, Nico Lehmann, Noah Fuss, Sandro Forrer, Dario Burgener
Best Player: Oliver Heinen
Bilder: Astrid Schaffner
Bericht: Reto Werlen